Naturschutz / Gangesgavial

Nachdem es jahrzehntelang als erfolgreichstes Artenschutzprogramm in Indien bezeichnet worden war, kam das Programm zum Schutz des Gangesgavials (Gavialis gangeticus) mit nur noch 200 fortpflanzungsfähigen Gavialen in der Wildnis zum Stocken. Diese großen Krokodile waren früher in fast jedem Flusssystem auf dem nordindischen Subkontinent zu finden, leben jedoch heute nur noch in wenigen Schutzgebieten, die Hunderte von Kilometern auseinanderliegen. Obwohl die anfängliche Aufbauinitiative sowohl Zucht in Gefangenschaft als auch Freilassungs­programme in Verbindung mit der Einrichtung mehrerer Wildtierreservate umfasste, scheiterte der Plan zur Aufklärung der lokalen Bauern und Fischer. Stattdessen sahen die Menschen vor Ort die Tiere als Mitbewerber um den eigenen Lebensunterhalt. Die Wilderei bleibt weiterhin eine ernste Bedrohung, dies vor allem im Schutzgebiet National Chambal River (NCR), das mehrere Jahrzehnte lang der bevorzugte Lebensraum der Spezies war.

Gharial

In neuerlichen Schutzbemühungen arbeitet die IRCF nun an der Förderung der Gharial Conservation Alliance und unterstützt damit die Wiederaufnahme des Rehabilitierungs­programms für den Gangesgavial sowie den Schutz gefährdeter Flusslebensräume. Der gegenwärtige Plan erfordert jedoch Aufklärungsarbeit, um lokale Dorfbewohner davon zu überzeugen, ihre zerstörerischen Verhaltensweisen aufzugeben. Im Rahmen sozioökonomi­scher Projekte wird das Ziel verfolgt, Lebensweisen für Gemeinden an den Flüssen innerhalb des Schutzgebiets zu entwickeln, die die Koexistenz von Mensch und Gavial fördern. Radiotelemetriestudien tragen zu einem Erhaltungsplan auf wissenschaftlicher Grundlage bei, und Zuchtprogramme vor Ort sowie im Ausland, letztere im Zoo von San Diego, werden dieser einzigartigen Spezies hoffentlich eine Überlebenschance sichern.

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3. Entdeckung einer bis dato unbekannten Art während der Exo Terra Expedition